Konflikte für eine bessere Zusammenarbeit nutzen

Wer Konflikte als Signal versteht und sie produktiv zu nutzen weiß, schlägt 2 Fliegen mit einer Klappe!

Viele Menschen hätten lieber eine Welt ohne Konflikte. Dass dieser Wunsch unrealistisch ist und eher ihrem Harmoniebedürfnis entspringt, wissen die meisten selbst.

Dass es dort, wo Menschen zusammenarbeiten, zu Konflikten kommt, ist normal, denn:

  • Leistungen in Organisationen werden arbeitsteilig erbracht. Das führt zu gegenseitigen Abhängigkeiten und somit zwangsläufig zu Konflikten. Konflikte sind also systembedingt und liegen sozusagen in der Natur der Sache.

Konflikte werden häufig als Störungen der betrieblichen Abläufe erlebt. Dabei sind nicht die Konflikte selbst das Problem, sondern die Art und Weise, wie sie ausgetragen werden.

Konflikte sind normal.

Menschen sind unterschiedlich; sie haben verschiedene Ansichten, Absichten, Ziele und Bedürfnisse. Das Aufeinandertreffen der Unterschiedlichkeit ist insofern nichts ungewöhnliches.

In dieser Hinsicht sind Konflikte etwas völlig Normales im Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen.

Konflikte sind Signale.

Konflikte sind wichtige Signale dafür, dass etwas nicht (mehr) stimmt und verändert werden muss.

Je länger die Signale nicht beachtet werden, je länger die Konflikte unbearbeitet bleiben, um so vielschichtiger werden sie. Damit werden schnelle und befriedigende Lösungen immer unwahrscheinlicher.

Konflikte bieten Chancen.

Hinter jedem Konflikt steht eine Sache, ein Problem, das es wert ist, gelöst zu werden. Wer gelernt hat, konstruktiv mit Konflikten umzugehen, erkennt die Chancen und nutzt das Potenzial, das in Konflikten steckt.

Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten bedeutet, eine Lösung für das Problem zu suchen, ohne den anderen als Person anzugreifen.

Destruktiver vs. konstruktiver Umgang mit Konflikten

Der destruktive Umgang mit Konflikten

destruktiver Umgang

Den destruktiven Umgang mit Konflikten haben wir (fast) alle gelernt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die andere Person als das Problem wahrgenommen. Im Grunde genommen steckt immer die Frage dahinter, wer Schuld an der Situation trägt. Es ist legitim, diese Frage zu stellen, allerdings löst sie kein Problem.

Der konstruktive Umgang mit Konflikten

konstruktiver Umgang

Der konstruktive Umgang mit Konflikten zeichnet sich dadurch aus, dass das Problem in den Vordergrund gerückt wird. Die zentrale Frage lautet dann: Worum geht es? Was ist das (eigentliche) Problem? Bei diesen Fragen geht es darum, Motive und Hintergründe des Konflikts zu erfassen, um zu besseren Lösungen zu kommen.

Übrigens: Das Problem kann auch auf der emotionalen Ebene liegen! Und: der konstruktive Umgang muss trainiert und ständig geübt werden.

 

Warum sich der konstruktive Umgang lohnt ...

Seminarteilnehmer*Innen, die den konstruktiven Umgang beherrschen, berichten, dass sie ...

  • klarer und direkter kommunizieren und dadurch Missverständnisse reduzieren.
  • offener miteinander umgehen und Missstände frühzeitiger ansprechen.
  • gezielter nachfragen und nicht alles auf sich persönlich beziehen.
  • verschiedene Standpunkte wertfreier sehen und stehen lassen können.
  • stärker zuhören und Dinge nicht mehr zwischen Tür und Angel regeln.

Darüber hinaus führt der konstruktive Umgang dazu, dass ..

  • das Warum eines Verhaltens ("Warum macht die Person das so?") stärker in den Vordergrund tritt.
  • MitarbeiterInnen motivierter sind und sich stärker beteiligen.
  • Führungskräfte eher in ihrer Rolle sind und eine Vorbildfunktion wahrnehmen.

Kurzum:

Der konstruktive Umgang spart Zeit, Geld und Nerven.

 

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