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Der konstruktive Ansatz

Win-Win-Situationen schaffen

Konstruktive Zusammenarbeit ist ein wünschenswerter Idealzustand jeder Organisation. Allerdings ist konstruktive Zusammenarbeit ohne die Existenz von Konflikten nicht denkbar. Sie sind zwei Seiten einer Medaille:

  • Leistungen in Organisationen werden arbeitsteilig erbracht. Das führt zu gegenseitigen Abhängigkeiten und somit zwangsläufig zu Konflikten. Konflikte sind also systembedingt und in dieser Hinsicht völlig normal.
  • Konflikte werden häufig als Störungen der betrieblichen Abläufe erlebt. Störend ist dabei nicht, dass Konflikte auftreten, sondern vielmehr die Art und Weise, wie sie typischerweise ausgetragen werden.

Konflikte sind normal.

Menschen sind unterschiedlich; sie haben verschiedene Ansichten, Absichten, Ziele und Bedürfnisse. Das Aufeinandertreffen der Unterschiedlichkeit ist insofern nichts ungewöhnliches.

In dieser Hinsicht ist der Konflikt etwas völlig Normales im Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen.

Konflikte sind Signale.

Ein Konflikt ist ein wichtiges Signal dafür, dass etwas nicht (mehr) stimmt und verändert werden muss.

Je länger das Signal nicht beachtet wird, je länger ein Konflikt unbearbeitet bleibt, um so vielschichtiger wird er. Damit wird eine schnelle und für alle Konfliktparteien befriedigende Lösung immer unwahrscheinlicher.

Wenn Sie verhindern wollen, dass Konflikte zunehmend komplexer werden und am Ende eskalieren, müssen Sie sie zur Kenntnis nehmen und frühzeitig bearbeiten.

Konflikte bieten Chancen.

Hinter jedem Konflikt steht eine Sache, ein Problem, das es wert ist, gelöst zu werden. Wer gelernt hat, konstruktiv mit Konflikten umzugehen, erkennt die Chancen und nutzt das Potential, das in Konflikten steckt.

Konflikte bieten immer dann eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen, wenn sie konstruktiv ausgetragen werden. Ein konstruktiver Umgang mit Konflikten bedeutet, eine Lösung für das Problem zu suchen, ohne den anderen als Person anzugreifen.

Zentral: Der Umgang mit Konflikten

Der destruktive Umgang mit Konflikten

Den destruktiven Umgang mit Konflikten haben wir (fast) alle gelernt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die andere Person als das Problem wahrgenommen. Im Grunde genommen steckt immer die Frage dahinter, wer Schuld an der Situation trägt. Es ist legitim, diese Frage zu stellen, allerdings löst sie kein Problem.

destruktiver Umgang mit Konflikten

 

Der konstruktive Umgang mit Konflikten

Der konstruktive Umgang mit Konflikten zeichnet sich dadurch aus, dass das Problem in den Vordergrund gerückt wird. Die zentrale Frage lautet dann: Worum geht es? Was ist das (eigentliche) Problem? Bei diesen Fragen geht es darum, Motive und Hintergründe des Konflikts zu erfassen, um zu besseren Lösungen zu kommen.

Übrigens: Das Problem kann auch auf der emotionalen Ebene liegen! Und: der konstruktive Umgang muss trainiert und ständig geübt werden.

konstruktiver Umgang mit Konflikten

 

Warum sollten MitarbeiterInnen den konstruktiven Umgang erlernen?

Weil er Zeit, Geld und Nerven spart.

Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer, die den konstruktiven Umgang erlernt haben, sagen, dass sie ...

  • klarer und direkter kommunizieren und dadurch Missverständnisse reduzieren.
  • offener miteinander umgehen und Dinge frühzeitiger ansprechen.
  • gezielter nachfragen und nicht alles auf sich persönlich beziehen.
  • verschiedene Standpunkte wertfreier sehen und stellen lassen können.
  • stärker zuhören und Dinge nicht mehr zwischen Tür und Angel regeln.

Darüber hinaus führt der konstruktive Umgang dazu, dass ..

  • das Warum eines Verhaltens ("Warum macht die Person das so?") stärker in den Vordergrund tritt.
  • MitarbeiterInnen motivierter sind und sich stärker beteiligen.
  • Führungskräfte eher in ihrer Rolle sind und eine Vorbildfunktion wahrnehmen.